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Lab28 - Ausgabe Dezember 2002


 

Die nichtalkoholische Steatohepatitis (NASH) - eine Ausschlussdiagnose

 

Die nichtalkoholische Steatohepatitis (NASH) ist eine Lebererkrankung mit den histologischen Zeichen einer alkoholischen Hepatitis bei Patienten ohne nennenswerten Alkoholkonsum (< 20g/d bei Frauen, < 30 g/d bei Männern).

Lab28 - Ausgabe Dezember 2002

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Die nichtalkoholische Steatohepatitis
Plasma - Homocystein als Risikofaktor
Anstieg der Syphilisinfektionen seit 2001
Tee mit Wunderwirkung
Budgetausschlußziffern
Zertifikate vom Labor 28
Standardisierung von Enzym-Messungen
Der Steuertipp

Meist wird die NASH als Zufallsbefund festgestellt bei asymptomatischer Hepatomegalie (weiche Leberkonsistenz!) oder Transaminasenerhöhung unklarer Genese (ca. 20 % der Fälle unerklärter Transaminasenerhöhungen). Die Patienten sind meist beschwerdefrei oder klagen über uncharakteristische rechtsseitige Oberbauchbeschwerden. In Autopsiestudien wird die Prävalenz von NASH mit 4% angegeben.

Die wichtigste ätiologische Bedeutung haben Adipositas (ca. 5 -10 % der übergewichtigen Menschen haben NASH-Läsionen!) und Diabetes mellitus Typ II, die in 80 - 90 % der Fälle von NASH anzutreffen sind.Ungefähr 25 - 75% der Patienten mit NASH leiden an einem Diabetes mellitus Typ II oder an Vorstufen der Zuckerkrankheit.


Diagnose

Nach Ausschluss viraler, autoimmun und metabolischer Krankheiten beruht die Diagnose der NASH auf dem Ergebnis der Leberbiopsie und auf anamnestischen Daten (sicherer Ausschluss eines nennenswerten Alkoholkonsums, z.B. Quotient CDT/Gesamttransferrin; Medikamentenanamnese) sowie auf klinischen Befunden. Der histopathologische Befund allein läßt meist keine eindeutige Aussage über die Genese zu.

In über 90 % der Fälle besteht eine mäßige, meist < 100 U/l liegende Erhöhung der Transaminasen (im Gegensatz zur alkoholischen Leberschädigung ALAT > ASAT, ALAT/ASAT meist <2).Gamma-Glutamyltransferase und alkalische Phosphatase sind meist nur geringgradig erhöht. Oft besteht eine Hyperlipidämie, nur ausnahmsweise Hyperbilirubinämie, Prothrombinzeitverlängerung und Hypoalbuminämie.
Die Höhe der Enzymkonzentrationen ist kein geeignetes Maß zur Beurteilung der Schwere der histopathologischen Veränderungen.

Bildgebende Verfahren wie Sonographie und Computertomographie sind in der Lage, Leberverfettungen oder einen (beginnenden) zirrhotischen Leberumbau darzustellen.

Zur Gruppe der Patienten mit kryptogener Leberzirrhose scheint die NASH einen beträchtlichen Teil beizusteuern.