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Neu gemischt
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Spätestens mit dem Ende des Wahlkampfgetöses haben die politisch verantwortlich Handelnden die Dringlichkeit erkannt, im Gesundheitsbereich durchgreifende Reformen anzuschieben. Es wird bewußt, dass mit kleinen Korrekturen, wie etwa der Verschiebung von Beitragsbemessungsgrenzen, nur eine kurzfristige Aussetzung des Problems erreicht wird. Wesentliche Umsteuerungsmaßnahmen bis hin zu einem grundsätzlichen Paradigmenwechsel werden notwendig sein, um eine mittel- und langfristige tragfähige Gestaltung des Bereiches Gesundheit zu erreichen.
Der Ist-Zustand ist relativ knapp zu beschreiben: Das deutsche Gesundheitswesen ist qualitativ nur noch im Mittelfeld der Industrienationen einzuordnen, liegt bei den Kosten verdächtig nahe der Spitzenposition. Dieser im Prinzip vielleicht noch harmlose Ausgangsbefund wird durch die eindeutigen Zukunftsentwicklungen an Brisanz gewinnen. Die dramatische demografische Umschichtung und die notwendige und für eine Industriegesellschaft selbstverständliche Nutzung des medizinischen Fortschritts werden in der jetzigen Struktur die Kosten ungebremst weiter steigen lassen. Ein weiterer Anstieg der Lohnnebenkosten ist volkswirtschaftlich, besonders aus dem globalen Wirtschaftsblickwinkel, Gift. Andererseits kann es nicht sein, dass der wesentliche Beitrag für ein moderates Praxisüberleben durch die Privatversicherten gewährleistet wird. Aber auch hier werden deutliche Zeichen der Belastungsgrenze sichtbar, so dass eine Verlagerung - soweit überhaupt möglich - auf Dauer keine Lösung darstellt.
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Die Infektionsserologie von links nach rechts.
Ingeborg Wehling, Ute Menz, Handan Göktas, Constanze Kaklenberg,
Andrea Schwedka, Sandra Pankow, Hussam Khoder, Christiane Leitert,
Dieter Weiß.
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Die Kernforderung für eine zukünftige Struktur lautet Effizienzsteigerung, d. h. ein Handeln nach modernen, gesicherten Leitlinien sowie eine Fokussierung auf das Sinnvolle und Notwendige. Dazu bedarf es einer kritischen Hinterfragung des praktizierten Datenschutzes, durch den viele Ressourcen bewußt vertan werden. Sinnvolle Datennutzung und Datenschutz müssen nicht einander ausschließen. Ein weiterer Punkt ist die Abschmelzung des Leistungskatalogs auf die wirklich wichtige medizinische Grundversorgung und die Stärkung des Bewußtseins für die eigene Gesundheitsverantwortung. Die lange gepflegte Vollkaskomentalität und der unterdrückte Anreiz zur persönlichen Vorsorge werden die Dynamik des Umstrukturierungsprozesses sicher nicht befördern. Aber immerhin sind zwei nicht unwesentliche Bausteine für eine Reform in Teilbereichen in Sicht: DRG und DMP. Auch wenn mancher Schliff und Erfahrungswert noch fehlen mag, es sind notwendige und sinnvolle Schritte in einem unausweichlichen Erneuerungsprozeß. Die häufig an diesen Projekten geäußerte Kritik ist meist von Eigeninteressen überlagert und nicht aus Sorge um das Gemeinwohl geleitet. Leider werden dadurch Potentiale vergeben, die durch eine gemeinsame Gestaltung zu einer Double-Win-Situation führen könnte.
Apropos Labor: In der unvermeidlichen Restrukturierung des Gesundheitswesens kann das Labor eine eher stärkere Rolle spielen; in einem schnellen und zielführenden Diagnostikbeitrag und dem Vorhalten und Ausbau vernetzter IT-Struktur. Es bleibt viel zu tun!
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