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NT- pro BNP
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Der neue Herzinsuffizienzmarker BNP ist auch als Notfallparameter relevant
Bei Dehnung und Druckbelastung des linken Ventrikels wird das natriuretische Peptid vom Typ B (BNP) sezerniert. Dieses Peptid besitzt günstige gegenregulatorische Wirkungen im Sinne einer Steigerung der Diurese, einer Vasodilatation und Suppression des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems. Serum-Spiegelbestimmungen werden vor allem bei Patienten mit bekannter Herzinsuffizienz zur Verlaufskontrolle eingesetzt (Lancet 2000; 355: 1126-30).
Für den Einsatz im Krankenhausbereich wurde kürzlich über den Einsatz eines BNP-Schnelltests berichtet (N Engl J Med 2992; 347: 161-167). 1586 Patienten stellten sich wegen akuter Dyspnoe in der Notaufnahme eines Krankenhauses vor. Bei 47 % der Patienten war die Dyspnoe kardial bedingt. Diese Patientengruppe hatte im Durchschnitt BNP-Serumspiegel von 675 +/- 450 pg/ml, während bei Patienten ohne Herzinsuffizienz 110 +/- 225 pg/ml gemessen wurde. In dieser Studie betrug die Sensitivität des BNP für die Diagnose Herzinsuffizienz über 90 %. Dem gegenüber lag die Sensitivität des Röntgen-Thorax bei 81 % und der klinischen Untersuchung bei 69 %!
In unserem Labor wird das N-terminale BNP angeboten, das zeitlich ausreichend lange stabil ist und deshalb für den niedergelassenen Bereich besonders geeignet ist (NT- pro BNP). Auf Grund klinischer Studien ergeben sich folgende Indikationen für die Bestimmung von NT- pro BNP:
- Monitoring von Patienten mit bekannter Herzinsuffizienz sowie Erkennen therapieresistenter Patienten.
- Ausschluss einer behandlungsbedürftigen Herzinsuffizienz. DD zwischen kardialen und nichtkardialen Ursachen bei persistierenden Beschwerden. Frühzeitige Identifizierung beginnender links-ventrikulärer Funktionsstörungen bei Risikopatienten wie z. B. Diabetes mellitus, Hypertonie.
- Prognosemarker bei Herzinfarktpatienten.
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