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Lab 28 - Ausgabe Dezember 2000


 

Lungenembolie

 

Ausschlußdiagnostik kann labormedizinisch erfolgen!

Bei Patienten mit Lungenembolie und tiefen Beinenventhrombosen steigen D-Dimere z.T. massiv an. D-Dimere sind Fibrinspaltprodukte, welche bei Fibrinbildung durch Aktivierung der Fibrinolyse entstehen und auf intravasale Thromben hinweisen.

Lab28 - Ausgabe Dezember 2000

Durchblick und/oder Weitblick?
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Anti-Aging
Antioxidative Kapazität
Lungenembolie
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Ein negatives D-Dimer- Ergebnis schließt bei entsprechendem klinischen Verdacht eine zentrale Pulmonalembolie (Segmentarterien oder größere Gefäße) mit fast 100%iger Wahrscheinlichkeit aus .
Bei kleinen peripheren Pulmonalembolien, deren Bedeutung unterschiedlich diskutiert wird, beträgt die Sensivität lediglich 70% (1).

Eine Studie mit 331 Patienten (1) zeigte bei allen Patienten, bei denen im Spiral-CT eine zentrale Pulmonalembolie diagnostiziert wurde, eine erhöhte D-Dimer-Konzentration. Zu beachten ist, dass einige Erkrankungen ebenfalls mit erhöhter Fibrin-Bildung und damit erhöhten D-Dimeren einhergehen: u.a. Venenthrombosen, Verbrauchskoagulopathie, Leukämien, Sepsis, Tumore (v.a. Ovarialkarzinom, Lungentumore), Komplikationen während der Schwangerschaft, intra- und postoperativ, Abstoßungskrisen nach Transplantationen, körperlicher Streß.

Die D-Dimer-Bestimmung eignet sich deshalb zum Ausschluß nicht aber zum Nachweis der thrombembolischer Erkrankungen.

D-Dimere bei Beinvenenthrombose

Neben der Lungenembolie und der Verbrauchskoagulopathie stellen periphere Thrombosen eine weitere wichtige Indikation für die Bestimmung der D-Dimere dar: 73-97% der Patienten mit tiefen Beinvenenthrombosen haben erhöhte D-Dimer-Werte!

Material für D-Dimere:

1 Citratblutröhrchen

Blutentnahme möglichst innerhalb von 24h nach Symptombeginn.
Das Probenmaterial sollte nach maximal 4 Stunden im Labor sein!
Das Ergebnis wird taggleich mitgeteilt.

Quelle:

(1): Stolba R, Lenglinger F, Rezenka E, Wider G. Wertigkeit eines neuen, quantitativen D-Dimer-Test für die Ausschlußdiagnostik von Pulmonalembolien bei symtomatischen Patienten, J Lab Med 2000; 24 (3): 153-157



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