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Lab 28 - Ausgabe Dezember 2000


 

Gastroenteritis durch Astroviren

 

Astroviren kommen weltweit vor und verursachen vornehmlich bei Kindern, aber auch bei älteren und immungeschwächten Personen Durchfallerkrankungen. Die Übertragung erfolgt durch kontaminierte Lebensmittel, Wasser und Schmierinfektion. Die Beteiligung von Astroviren an Durchfallerkrankungen variiert je nach Alter der Kinder zwischen 2,5% und 10% und liegt damit in der Häufigkeit von Adenoviren. Demnach sind Astroviren mit Adenoviren zweithäufigste Ursache viral bedingter Gastroenteritiden nach den Rotaviren.

Lab28 - Ausgabe Dezember 2000

Durchblick und/oder Weitblick?
Das Nussknacker - Syndrom
Hämochromatose - Diagnose und Therapie
Anti-Aging
Antioxidative Kapazität
Lungenembolie
Hausfliegen Übertragung E.Coli
Infektionskrankheiten - Infektionsschutzgesetz
Gastroenteritis durch Astroviren
Unternehmenssteuerreform 2001 im Überblick

Astroviren wurden 1975 erstmals elektronenmikroskopisch nach ihrem runden, sternförmig gezackten Aussehen beschrieben und benannt. Ihr Durchmesser beträgt 28 nm, es gibt mindestens 7 Serotypen, die genetisch gut charakterisiert sind.
Die Bedeutung der Astroviren als Verursacher von Durchfallerkrankungen wurde lange unterschätzt und erst mit der Entwicklung moderner Untersuchungsverfahren auf der Basis monoklonaler Antikörper erkannt.

Klinik:

Die Inkubationszeit beträgt 3-4 Tage.
Das Krankheitsbild äußert sich in z. T. wässrigen Stühlen, Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, Kopf- , Muskel- und Gliederschmerzen mit Fieber. Bei Kindern kann es zu starken Dehydratationen durch den starken Flüssigkeitsverlust kommen.

Da eine Infektion mit Astroviren ebenso heftig verlaufen kann wie eine Rotavirusinfektion, wird bei Kindern nicht selten eine stationäre Aufnahme nötig. Normalerweise halten die Symptome 2-4 Tage an, sie können aber darüber hinaus auch bei immunkompetenten Personen noch mehrere Tage länger, bei Immungeschwächten wesentlich länger andauern. Eine antivirale Therapie existiert nicht, so dass nur symptomatisch behandelt werden kann. Seuchenhygienische Maßnahmen sollten eingehalten werden.

Der Astrovirus-Nachweis erfolgt mittels eines hochempfindlichen Elisas aus einer Stuhlprobe. Eine Aufbewahrung der Stuhlprobe bei 2°-4°C ist bis zu 48 h möglich. Für eine längere Aufbewahrung sollte die Stuhlprobe eingefroren sein



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