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Astroviren kommen weltweit vor und verursachen vornehmlich bei Kindern, aber auch bei älteren und immungeschwächten Personen Durchfallerkrankungen. Die Übertragung erfolgt durch kontaminierte Lebensmittel, Wasser und Schmierinfektion. Die Beteiligung von Astroviren an Durchfallerkrankungen variiert je nach Alter der Kinder zwischen 2,5% und 10% und liegt damit in der Häufigkeit von Adenoviren. Demnach sind Astroviren mit Adenoviren zweithäufigste Ursache viral bedingter Gastroenteritiden nach den Rotaviren. Astroviren wurden 1975 erstmals elektronenmikroskopisch nach ihrem runden, sternförmig gezackten Aussehen beschrieben und benannt. Ihr Durchmesser beträgt 28 nm, es gibt mindestens 7 Serotypen, die genetisch gut charakterisiert sind. Klinik:Die Inkubationszeit beträgt 3-4 Tage. Da eine Infektion mit Astroviren ebenso heftig verlaufen kann wie eine Rotavirusinfektion, wird bei Kindern nicht selten eine stationäre Aufnahme nötig. Normalerweise halten die Symptome 2-4 Tage an, sie können aber darüber hinaus auch bei immunkompetenten Personen noch mehrere Tage länger, bei Immungeschwächten wesentlich länger andauern. Eine antivirale Therapie existiert nicht, so dass nur symptomatisch behandelt werden kann. Seuchenhygienische Maßnahmen sollten eingehalten werden.
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