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Lab 28 - Ausgabe Dezember 2000


 

Antioxidative Kapazität

 

Es wird heute angenommen, dass eine Überproduktion freier Radikale oder unzureichende antioxidative Abwehrmechanismen für die Entstehung chronischer Erkrankungen (insbesondere kardiovasculäre Erkrankungen, Tumoren) und degenerative Alterungsprozesse mitverantwortlich sind.

Lab28 - Ausgabe Dezember 2000

Durchblick und/oder Weitblick?
Das Nussknacker - Syndrom
Hämochromatose - Diagnose und Therapie
Anti-Aging
Antioxidative Kapazität
Lungenembolie
Hausfliegen Übertragung E.Coli
Infektionskrankheiten - Infektionsschutzgesetz
Gastroenteritis durch Astroviren
Unternehmenssteuerreform 2001 im Überblick

Hochakute Erkrankungen, ultraviolette und ionisierende Strahlen, Umweltbelastung, Nikotin- und Alkoholkonsum, verschiedene Arzneimittel sowie Extremdiäten können zu einer überschießenden Bildung freier Radikale führen. Zur Abwehr der Schädigung durch die freien Radikale verfügt der Organismus über antioxidative Schutzfaktoren (Enzyme, Radikalfänger, Redoxsysteme). Bei kurzzeitiger Belastung mit freien Radikalen kann so das oxidative Gleichgewicht aufrecht erhalten bleiben. Wenn jedoch freie Radikale über einen längeren Zeitraum vermehrt gebildet werden, kann es zur Membranschädigung, Gefäßveränderungen (z. B. durch Bildung atherogener Plaques durch oxidiertes LDL) oder oxidative Schädigung der DNA (Induktion der Karzinogenese) kommen.

Zur Überprüfung des antioxidativen Status ist die Bestimmung der antioxidativen Kapazität im Blut geeignet. Es handelt sich um einen Screeningtest, der alle wichtigen antioxidativen Schutzfaktoren erfasst und stellt damit eine diagnostische Methode zur frühzeitigen Erkennung einer Entgleisung des antioxidativen Gleichgewichts dar. Dieser Parameter dient außerdem zur Kontrolle und Optimierung der Therapie mit Antioxidantien bzw. einer Ernährungsumstellung.



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