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Untersuchungen für Patientinnen mit Kinderwunsch und Schwangere:

Windpocken (Varizellen)

   
           
     


...nur eine Kinderkrankheit?

   
   

Worum geht es...

   
     


Windpocken (Varizellen) - Nur eine Kinderkrankheit?

Für Schwangere oder für Frauen, die es werden wollen, ist Folgendes wichtig zu wissen:

  • Hatte ich bereits eine Windpockenerkrankung?
  • Und habe ich somit einen Immunschutz?
  • Sollte ich mich vor der geplanten Schwangerschaft impfen lassen?
  • Muss ich als Schwangere Personen mit Varizellen-Infektionen meiden?

…denn eine Erstinfektion in der Schwangerschaft kann für das ungeborene Kind gefährlich werden und bei der werdenden Mutter schwerer verlaufen als bei Nicht-Schwangeren.

   
   

Erreger

   
     


Das Windpockenvirus (Varizella-Zoster-Virus) ist weltweit verbreitet. Die meisten Infektionen treten im Kindesalter auf und verursachen die typischen Windpocken.

   
   

Übertragungswege

   
     


Der Erreger wird vor allem über die Luft durch Speicheltröpfchen von Erkrankten verbreitet und ist sehr ansteckend. Die Übertragung erfolgt „wie mit dem Wind“ (daher „Windpocken“) auch bei größerem Abstand. Infizieren kann man sich aber ebenfalls an den auftretenden Hautbläschen.

   
   

Erkrankung

   
     


Ca. zwei Wochen nach Ansteckung kommt es zu einem juckenden Hautausschlag (Bläschen) unter Aussparung der Handflächen und Fußsohlen. Die Patienten sind fünf Tage vor Ausbruch bis fünf Tage nach Entstehen des Ausschlages ansteckend. Es kommt in aller Regel zur komplikationslosen Heilung. Danach ist man vor einer erneuten Infektion geschützt.
Das Virus verbleibt aber lebenslang in den Nervenzellen des Patienten.
Insbesondere bei älteren Menschen kann sich dann später durch erneute Vermehrung eine Gürtelrose (umschriebene Bläschen und Schmerzen) entwickeln.

   
   

Infektion in der Schwangerschaft

   
     


Eine antivirale Therapie ist auch bei Schwangeren mit schwerer Windpocken-Erkrankung und bei Neugeborenen mit angeborenen Windpocken möglich.

   
   

Verhütung durch Impfung

   
     


Einige Vorsorgeuntersuchungen können von den Krankenkassen nicht mehr übernommen werden und müssen deshalb vom Patienten selbst gezahlt werden. Falls Sie hierzu Fragen haben, wird Sie Ihr Arzt gerne beraten.

   
   

Laboruntersuchungen

   
     

Mit Hilfe einer einfachen Blutuntersuchung lässt sich feststellen, ob eine Frau, die nach Infektion, die lebenslang nachweisbaren Varizellen-IgG-Antikörper und somit vor Erstinfektion geschützt ist.

Bei Verdacht auf eine akute Infektion werden zusätzlich Varizellen-IgM-Antikörper bestimmt.