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Mineralstoffe, Spurenelemente und Vitamine

   
           
     


   
   

Worum geht es...

   
     


Ernaehrungskreis

Unser Körpergewicht besteht zu etwa 5 % aus Mineralstoffen, die überwiegend in Knochen, Zähnen und Muskeln vorkommen. Spurenelemente stellen eine Untergruppe der Mineralstoffe dar. Sie liegen in sehr geringen Konzentrationen im menschlichen Körper vor und machen weniger 0,01 % der Körpermasse aus. Viele von ihnen sind Bausteine von Enzymen, die wichtige chemische Reaktionen regulieren und zahlreiche Körperfunktionen steuern. Im Übermaß können sie aber auch toxisch (schädlich) sein. Vitamine sind für Wachstum, optimale körperliche und geistige Leistungsfähigkeit sowie Infektabwehr unentbehrlich.

Inzwischen gilt als gesichert, dass bestimmten Spurenelementen (Zink, Selen und Kupfer) und Vitaminen (Vitamin A, C und E) eine bedeutende rolle in der Vorbeugung von Krankheiten wie Arteriosklerose, Rheuma, Krebs u. a. zukommt. Sie wehren als sog. Antioxidantien zellzerstörende Substanzen (wie z. B. freie Radikale) ab und gelten als Schutzstoffe des Organismus.

Eine ausgewogene Ernährung ist in der Regel ein Garant für eine ausreichende Versorgung mit Mineralstoffen, Spurenelementen und Vitamine, denn essenzielle (lebenswichtige) Nahrungsbestandteile müssen dem Organismus zugeführt werden, da er sie nicht selbst herstellen kann.

   
   

Mineralstoffe

   
     


Für die ständigen Restaurierungsarbeiten im Körper braucht der Mensch täglich ausreichend Mineralstoffe. Wichtige Vertreter dieser Gruppe sind Calcium, Magnesium, Phosphat, Natrium, Kalium und Chlorid. Ihre Salze nennt man Elektrolyte, wie sie im Körper als elektrisch geladene Teilchen vorkommen.

  Wichtig für: Mangelerscheinungen Nahrungsquellen
Calcium Knochen und Zähne, Muskelfunktion, Nervensystem, Blutgerinnung, Enzymreaktionen Knochenschwund, Krämpfe, Müdigkeit, Reizbarkeit, Magen-Darm-Störungen Milch, Milchprodukte, Gemüse (Grünkohl, Brokkoli, Mangold, Sojabohne), Nüsse, Samen
Magnesium Nervensystem, Muskelfunktion, Knochen und Zähne, Enzymreaktionen Muskelzittern, Wadenkrämpfe, Herzbeschwerden, Migräne, Durchfälle Weizenkeime, Hülsenfrüchte, Nüsse, Vollkorngetreide
Phosphat Energiestoffwechsel, Knochen und Zähne, Zellaufbau, Nervenimpulse Schwindelzustände, Knochenschwund, Muskelschwäche, Krämpfe Milch, Milchprodukte, Fisch, Fleisch, Innereien, Getreide, Gemüse (Artischocke, Erbse), Pilze
Natrium Flüssigkeits- und Säure-Basen-Haushalt, Nervenimpulse, Muskelaktivität, Verdauung Kreislaufstörungen, Blutdruckabfall, Verwirrtheit, Krämpfe, Übelkeit Kochsalz, Fleisch- und Wurstwaren, Brot- und Backwaren, Käse
Kalium Reizleitung von Nerven- und Muskelzellen, Flüssigkeitsregulation in den Zellen, Wachstum, Enzymreaktionen Herzrhythmusstörungen, Kopfschmerzen, Muskelschwäche, Verstopfung, Blähungen Gemüse, Obst (Bananen, Aprikosen), Trockenobst, Getreide
Chlorid Magensäure, Flüssigkeits- und Säure-Basen-Haushalt Verdauungsstörungen, Kreislaufstörungen Kochsalz, Fleisch- und Wurstwaren

   
   

Spurenelemente

   
     


Eine Mangelversorgung an essenziellen Spurenelementen wie z. B. Eisen, Jod, Selen, Zink und Kupfer kann u. a. bei verminderter Aufnahme (durch Erkrankungen an Darm, Leber oder Bauchspeicheldrüse bzw. Alkoholmissbrauch), erhöhtem Verlust über Niere und Darm, erhöhtem Bedarf (z. B. Schwangerschaft, Stillzeit, Wachstumsphase), einseitiger Diät (z. B. Mangeldiät, Sondernahrung) oder Stoffwechselerkrankungen auftreten.

Auf Grund der zahlreichen Funktionen der Spurenelemente in allen Bereichen des menschlichen Stoffwechsels führt ein Mangel zunächst meist zu unspezifischen Allgemeinsymptomen. Spezifische Mangelsymptome treten erst bei deutlicher Verminderung auf.

Auswahl einiger Spurenelemente:

  Wichtig für: Mangelerscheinungen Nahrungsquellen
Eisen Sauerstofftransport im Blut, Muskelzellen, Enzymreaktionen, Infektabwehr Müdigkeit, Antriebsschwäche, Blässe, rissige Haut, brüchige Nägel, Haarausfall, Wundheilungsstörungen Fleisch, Innereien, Gemüse (z. B. Schwarzwurzel, Spinat), Vollkorngetreide, Nüsse, Hülsenfrüchte, Samen
Jod Bildung der Schilddrüsenhormone Schilddrüsenvergrößerung (Kropf), geistige u. körperliche Entwicklungsstörungen beim Neugeborenen Meeresfisch, jodiertes Speisesalz
Selen Enzymreaktionen, Schilddrüse, Infektabwehr Erkrankungen an Herz, Muskeln, Skelett und Schilddrüse, Infektanfälligkeit Fleisch, Fisch, Nüsse, Samen
Zink Wachstum von Zellen und Geweben, Infektabwehr, Enzymreaktionen, Hormone Hautveränderungen, verzögerte Wundheilung, Haarausfall, Infektanfälligkeit, Wachstumsstörung Meeresfrüchte (Austern), Fleisch, Innereien
Kupfer Zelluläre Sauerstoffverwertung, Enzymreaktionen, Nervenimpulse Blutarmut, Wachstumsstörungen, Knochenschwund, Hautveränderungen, Beeinträchtigung des Nervensystems Innereien, Austern, Nüsse, Hülsenfrüchte, Vollkorngetreide
   
   

Vitamine

   
     


Vitamine sind lebenswichtige Stoffe, die ebenfalls nur in sehr kleinen Mengen vom Körper benötigt aber regelmäßig mit der Nahrung zugeführt werden müssen.

Fettlösliche Vitamine (Vitamin A, D, E, K) werden begrenzt im Körper gespeichert, wobei das Vitamin D nur mit Hilfe des Sonnenlichts in der Haut gebildet werden kann. Wasserlösliche Vitamine (Vitamin B1, B2, B6, B12, Folsäure, Niacin, Pantothensäure, Vitamin C und Biotin) können mit Ausnahme von Vitamin B12 nicht im Körper gespeichert werden.

Auswahl einiger Vitamine:

  Wichtig für: Mangelerscheinung Nahrungsquellen
Vitamin A Augen, Haut, Schleimhaut, Infektabwehr Nachtblindheit, Austrocknen von Haut und Schleimhäuten, Infektanfälligkeit Butter, Käse, Leber, Eier, Möhren, Paprika, Spinat, Aprikosen
Vitamin D Knochen- stoffwechsel, Nervensystem Knochenbrüchigkeit, Wachstumsstörungen Eigelb, Fisch, Fleisch, Leber, Lebertran, Pilze
Vitamin E Blutzellen, Infektabwehr, Entzündungs- hemmung, Stoffwechsel Blutarmut, Muskelschwäche, Störung im Nervensystem Pflanzenöle, Weizenkeime, Nüsse
Vitamin B12 Blutbildung, Funktion von Nervenzellen Blutarmut, Störung des Nervensystems

Milch, Milchprodukte, Eier, Fleisch, Fisch, Innereien
Folsäure Blutbildung, Zellneubildung, Nervensystem Appetitmangel, Zungenbrennen, Blutarmut, Schwangerschafts- komplikationen Gemüse (Kohl, Spinat), Getreideprodukte, Hülsenfrüchte, Nüsse, Samen, Obst, Leber
Vitamin C Bindegewebe, Stresshormone, Energiegewinnung, Eisenaufnahme, körpereigene Abwehr Müdigkeit, seelische Störungen, schlechte Wundheilung, Infektanfälligkeit Obst (z. B. schwarze Johannisbeere, Citrusfrüchte), Gemüse (z. B. grüne Paprika, Tomate)