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Infektneigung?Abwehrschwäche?

   
           
     


Labordiagnostische Möglichkeiten.

   
   

Worum geht es...

   
     
Immunschwächen

Erworbene Immunschwächen entstehen durch schädigende Einflüsse auf ein zunächst gesundes Abwehrsystem. Sie sind viel häufiger als angeborene Immundefekte. Auch das normale Altern kann zu negativen Einflüssen auf die Abwehrlage führen.

Abwehrschwächen

   
   

Das Immunsystem...

   
     


...des Menschen ist sehr komplex. Im Wesentlichen wirken folgende Mechanismen zusammen:

Natürliche Barrieren wie die intakte Haut und die Schleimhaut von Magen-, Darm, Atmungs- und Harntrakt erschweren Erregern das Eindringen in den Körper.
Hierbei helfen die normale Bakterienflora und der saure Magensaft. Schädigende Faktoren wie z.B. Rauchen (Bronchitis) oder schlecht sitzende Zahnprothesen (Druckgeschwüre) erleichtern lokale Entzündungen, z. B. durch Bakterien.

Unspezifische Abwehrzellen des Blutes und verschiedener Gewebe (Granulozyten, Makrophagen, natürliche Killerzellen) können bereits eingedrungene Erreger und auch Tumorzellen aufspüren und abtöten. Dabei helfen verschiedene Eiweißfraktionen des Blutes, z. B. die sog. Komplementfaktoren.

Gezielte Abwehrmechanismen des Körpers führen zur Abtötung ganz bestimmter Eindringlinge. Nach einer Masern-Impfung kommt es beispielsweise zu einer Spezialisierung von Lymphozyten, die Antikörper gegen das Masern-Virus produzieren. Sogenannte „Gedächtniszellen” können das Masernvirus dann bei Kontakt lebenslang erkennen und sofort eliminieren, sodass dem Geimpften eine Infektion erspart bleibt.

   
   

Erworbene Abwehrschwäche

   
     


Mit steigendem Alter nehmen Störungen des Immunsystems zu, die eine Infekthäufung und auch das Überleben von Tumorzellen bewirken können. Dies wird unter anderem durch eine Reihe von Erkrankungen begünstigt, die im Alter häufiger auftreten. Dazu gehören Blutarmut, schlecht eingestellte Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus), chronische Nieren- und Darmerkrankungen aber auch Fehl- und Mangelernährung (insbesondere Zink- und Selenmangel).

Auch die Behandlung von Tumorerkrankungen (Chemo- und Radiotherapie) hemmt die normalen Abwehrmechanismen wie auch die medikamentöse „Immunsuppression” nach Organtransplantationen. Daneben führen Viruserkrankungen, (z. B. HIV-Infektion) zu einer Immunschwäche.

Einige begünstigende Faktoren:

  • Psychischer Stress
  • Mangelernährung, Vitamin-, Mineralstoff- und Eiweißmangel
  • Geringe Flüssigkeitszufuhr
  • Blutfett-Erhöhung
  • Erhöhte Blutzuckerwerte
  • Bewegungsmangel
   
   

Diagnose

   
     


Bei Verdacht auf eine Abwehrschwäche ist wegender Vielzahl der möglichen Ursachen eine Stufendiagnostik sinnvoll. Zwingend erforderlich ist zunächst die gründliche Befragung und körperliche Untersuchung durch Ihren behandelnden Arzt. Erst im Anschluss sollten allgemeine und ggf. spezielle Laboruntersuchungen durchgeführt werden.

   
   

Laboruntersuchungen

   
     
Mit Hilfe von Basisuntersuchungen lassen sicheventuell zugrunde liegende Erkrankungen erkennen:
  • CRP (Entzündungswert)
  • Blutbild / Differenzialblutbild(Leukozytenzahl, Lymphozytenzahl)
  • Eiweiß-Elektrophorese
  • Immunglobuline (IgG, IgA, IgM)(evtl. auch IgG-Subklassen)
  • Zink und Selen
  • Ferritin (Eisenmangel)
  • Blutzucker

Spezialteste im Labor sind sinnvoll bei hochgradigem Verdacht auf eine Immunschwäche. Der Lymphzoytenstatus steht hier an erster Stelle. Hier werden die Abwehrzellen des lymphatischen Systems genau bestimmt und ihreZahl ermittelt (T-Suppressor-, T-Helfer-, B-Lymphozyten und Natürliche Killerzellen). Nur bei Auffälligkeiten sind ergänzende Blutteste für die T-Zellfunktion sinnvoll.

   
   

Therapie, Vorbeugung

   
     
Die Therapie einer eventuellen Grunderkrankung (z.B. gute Einstellung einer Zuckerkrankheit), eine ausgewogene Ernährung (ggf. mit zusätzlicher Vitamin- oder Eisengabe) und regelmäßiges körperliches Training sind wesentliche Kom-ponenten zur Stärkung des Immunsystems.
   
   

Individuelle Gesundheitsleistungen IGeL

   
     


Einige Vorsorgeuntersuchungen können von den Krankenkassen nicht mehr übernommen werden und müssen deshalb vom Patienten selbst gezahlt werden. Falls Sie hierzu Fragen haben, wird Sie Ihr Arzt gerne beraten.

   
   

Blutuntersuchung

   
     


Basisuntersuchungen
EDTA-Blut und Serum

 

Lymphozytenstatus
EDTA-Blut