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1. Risiko für ein Kind mit Down Syndrom
In dem Befundbericht wird das individuelle Risiko angegeben. Es kann beispielsweise 1 zu 3000 oder 1 zu 700 oder 1 zu 150 (oder anders) lauten.
Ein normales Ergebnis:
Von einem normalen Risiko spricht man, wenn das festgestellte Risiko für ein Kind mit Down Syndrom niedriger ist als bei einer 35jährigen Frau, also kleiner als 1 zu 380.
Ein erhöhtes Risiko:
Von einem erhöhten Risiko spricht man, wenn das festgestellte Risiko für ein Kind mit Down Syndrom dem einer 35jährigen oder älteren Frau entspricht. Durch eine Fruchtwasseruntersuchung (Amniozentese) kann dann festgestellt werden, ob das erwartete Kind ein Down Syndrom hat.
Es ist wichtig zu bedenken, dass bei den allermeisten Frauen mit einem erhöhten Risiko im Fruchtwasser normale Chromosomen festgestellt werden, d. h., dass das Kind kein Down Syndrom hat!
2. Risiko für ein Kind mit "offenem Rücken"
Ein normales Ergebnis:
Ist der AFP-Wert normal, so ist ein offener Rücken mit etwa 80%iger Sicherheit ausgeschlossen. Das heißt, in 2 von 10 Fällen kommt es vor, dass der AFP-Wert normal ist und das Kind einen offenen Rücken hat. Daher ist neben der AFP-Bestimmung im Blut der Mutter auch eine Ultraschalluntersuchung um die 18. Schwangerschaftswoche sinnvoll.
Ein erhöhtes Risiko:
Wird ein erhöhter AFP-Wert gemessen, so kann durch eine spezielle Ultraschalluntersuchung und eine Fruchtwasseruntersuchung festgestellt werden, ob das Kind einen offenen Rücken hat. Es ist zu beachten, dass ein hoher Wert sehr oft andere Ursachen hat und sich das Kind normal entwickelt.
Es ist also wichtig: Mit der Blutuntersuchung kann nicht festgestellt werden, ob das erwartete Kind eine Chromosomenstörung oder einen offenen Rücken hat, es wird lediglich festgestellt, ob das Risiko dafür erhöht ist. Sicherheit kann nur die Fruchtwasseruntersuchung geben.
Nachdruck erfolgte mit freundlicher Genehmigung des Instituts für Humangenetik der Universitat Göttingen.
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